Welpentraining & Welpenerziehung

Vorweg möchte ich hier erwähnen, dass die sogenannten "Welpenspielgruppen" für einen Welpen absolut nicht

empfehlenswert sind, da es sich hierbei um eine menschliche Wunschvorstellung handelt, oder anders

ausgedrückt, es handelt sich um eine menschliche Erfindung, die allerdings so in der Natur nicht vorkommt.

 

Wenn wir uns einmal Wolfsrudel-oder wildlebende Hunderudel genauer anschauen, so können wir beobachten,

dass Fremde "Artgenossen" im allerbesten Fall vertrieben werden, im schlimmsten Fall sogar getötet werden.

Das ist bei allen Rudelraubtiere ein normales und auch sinnvolles Verhalten. Schließlich handelt sich es bei

"Artgenossen" um Nahrungs-und auch Fortpflanzungskonkurrenten:

Von vielen Hundehaltern höre ich, dass sie mit Ihrem

Welpen in einer Hundeschule waren und dort eine

"Welpenspielgruppe" besucht haben, damit ihr Welpe

auch ja ausreichend Artgenossenkontakte pflegen

konnte. Sie haben also doch aus ihrer Sicht alles

richtig gemacht?

Der Welpe hat es aber aus seiner Sicht ganz anders

wahrgenommen

Er hat in der "Welpenspielgruppe" die Lernerfahrung

gemacht, mein Rudelführer hat mich damals in ein 

fremdes Revier, zu vielen fremden Konkurrenten gesetzt und mich dann auch  noch alleine gelassen. Ich war ganz auf mich gestellt und

musste alle Konflikte alleine austragen, ich wurde gebissen, gejagt und gemobbt. 

Beim ersten und manchmal auch noch beim zweiten Besuch in einer Welpenspielgruppe, kann man bei den

Neulingen beobachten, dass sie sehr zurückhaltend sind, einige reagieren sogar regelrecht panisch, wenn sie auf

andere Welpen / Hunde treffen. Es ist in dieser Situation eine ganz Normale Verhaltensweise, dass die Welpen

Schutz bei Ihren Rudelführer suchen, sei es zwischen den Beinen oder sei es das sie ihren Rudelführer

hilfesuchend anspringen und ihn somit bitten, diese Situation zu klären.

Die Antwort von vielen Hundetrainer in solchen Augenblicken lautet dann, daran muss er sich erst gewöhnen,

dass ist noch alles fremd und neu für den kleinen oder die kleine.

?????????

Wenn der Welpe sich beim dritten Besuch an alles gewöhnt hat, dann hat er sich leider auch daran gewöhnt, dass

er auf sich gestellt ist und das er Begegnungen mit Artgenossen selber klären muss. Er kann Ihnen bei 

Begegnungen mit anderen Hunden nicht mehr Vertrauen und somit haben sie zum ersten mal, in ihrer noch so

frischen Mensch-Hund Beziehung, dass Vertrauen ihres Welpen verloren.

Bei den Welpen lässt sich diese Entwicklung "schön" beobachten. Der Hundehalter wird vollkommen

ausgeblendet, der Welpe sucht kein Schutz mehr bei seinen Hundehalter und ist mit all seinen Sinnen nur noch

bei den "Artgenossen".

Ihr Welpe durfte von Anfang an zu jeden anderen Welpen / Hund hin, natürlich will er das dann als Erwachsener

auch, allerdings mit der Lernerfahrung von damals, lieber mach ich den anderen fertig, bevor er mich fertig

machen kann.

Diese Verhaltensweise wurde in der "Welpenspielgruppe" und damit auch in der Prägephase gelernt und ist als

negative Lernerfahrung in Ihrem Tier tief verankert. Meist hat ein in der Nachprägephase gemobbter oder

gebissene Welpe, mit spätestens drei Jahren eine Artgenossenaggression.


Wie und was sollte man besser oder anders machen?

Um Welpen richtig zu sozialisieren, muss der Welpe natürlich auch Artgenossenkontakte haben, aber immer kontrolliert durch Sie und nie alleine.

So früh wie möglich soll er alle Umweltreize mit seinen Menschen zusammen kennen lernen, denn in der Prägephase werden die Weichen für sein ganzes Leben gestellt.

Wichtig für die Erziehung des Welpen ist die Förderung der Rudelstruktur und das erreichen Sie indem Sie Ihrem neuen Familienmitglied einen sicheren Platz in seiner neuen Gemeinschaft geben und ihn nicht mit fremden Gleichaltrigen alleine lassen, wo er Konflikte austragen muss, die nicht in seine Verantwortung liegen und ihn somit Überfordern.

 

Ich zeige Ihnen den Weg, der Sie und Ihr neues Familienmitglied, zu einem tollen Mensch-Hund-Team führt.

Hierbei werden Sie den richtigen Umgang mit Ihrem Welpen lernen (Prävention von Problemverhalten) und

gemeinsam mit ihm den Alltag entdecken. 

Natürlich wird der Welpe auch an den Grundgehorsam herangeführt ( "Sitz", "Platz", "Deckentraining",

"Bordsteintraining", "Leinenführigkeit" )

Bitte machen Sie nicht den Fehler, den Welpen erstmal einige Wochen "zu schonen". Wenn der Welpe in den

ersten Wochen in denen er bei Ihnen ist, machen kann was er will, (denn er ist ja so niedlich und auch so

klein... natürlich ist er auch später noch niedlich und einige bleiben ihr Leben lang klein ;-)....,

dann haben Sie es leider im Nachgang mit der Erziehung und dem Training erheblich schwerer.

Wenn Sie später im Alltag einen zuverlässigen und gut erzogenen Hund an Ihrer Seite haben möchten und Ihnen

und auch Ihren Hund, ein Stressfreies Leben ermöglichen wollen, müssen Sie mit der Erziehung sofort

beginnen.

 Wie schon oben erwähnt, lernen gerade Welpen sehr schnell und alle Dinge die sie in ihren ersten

Lebensmonaten lernen können und dürfen, werden ihnen als stabiles Fundament 

für ihr weiteres Leben dienen und das sind sowohl positive Dinge (von Ihnen später auch

gewollte) als auch negative Dinge (von Ihnen später ungewollt). 

Ein Welpe zieht ein!!! Vom ersten Tag alles richtig machen...ich helfe Ihnen gerne dabei!